Behörden-Einsatztraining
Behörden-Einsatztraining
Seminar
Einsatztraining sowie Gewaltpräventionstraining dient der Vermittlung von Fachwissen bzgl. der Thematiken Deeskalation, Kommunikation und den erforderlichen Rechtskenntnissen sowie den Interventionstechniken bei körperlichen Übergriffen. Eigensicherung ist die Formel professionellen Handelns.
Module
Modul Basiswissen: Unterrichtsaufbau/-durchführung
- Aufgaben des Trainers
- Sprache eines Trainers
- Fehlerkorrektur
- Lehrmethoden
- Organisationsformen
- Planung einer Unterrichtseinheit
Modul 1: Einsatztaktik
Deeskalation durch Kommunikation
- Definition Gewalt
- Wahrnehmung – persönlicher Zustand – Täter-/Gegner-/Opferprinzip
- Umgang mit Emotionen, Konfliktprävention/ -bewältigung
Ordnungsgemäße Eröffnung der Maßnahme
- Ansprache / Einsatzbezogene Kommunikation
- Professionelles Auftreten
- Verständlichkeit
- Rechtskonformes und sicheres Arbeiten
Personalienfeststellung
- Rechtsgrundlagen:
- § 24 OBG i.V.m. §§ 11,12 PolG NRW – Gefahrenabwehr – Präventiv
- § 46 OWiG Verweis auf § 163b StPO – Ordnungswidrigkeiten – Repressiv
Einsatztaktik
- Deeskalatives Einsatzmodell
- Vorbereitungsphase
- Aktion
- Nachbereitung
- Entwicklung eines Gefahrenradars
Rechtsgrundlagen
- Anwendung von Rechtnormen bzgl. Notwehrrecht, Rechtsfolgen und Verhältnismäßigkeit
- Vermittlung von div. Entscheidungsmöglichkeiten
- Beachtung der Verhältnismäßigkeit während der Maßnahme
Modul 2: Einsatzorientierte Eigensicherungs- und Eingriffstechniken
(Standard Polizei NRW sowie weiterer anderer Behördenstandards z.B. Justiz Bayern)
Anwendungsbereich
- Nichtvorhersehbarer, überraschender Angriff/Übergriff gegen städtische Mitarbeitende
- Koordinierter angeordneter Zugriff
- Notwehr/Nothilfe
- Lagebedingter Erstickungstod
Eigensicherung
- Distanz
- Stand
- Moderatorenhaltung
- Stellungen
- Einzel-, Team- und Gruppenstärke/-streife
Abwehrtechniken in der Chaosphase
- Kopfschutz
- Distanzüberbrückung
- Grifflöse- und Befreiungstechniken
- Schlag- und Tritttechniken
- Hebeltechniken/Hebelketten
- Verwendung Einsatzmitteln
- Einsatzmittelwechsel
Anwendung Unmittelbarer Zwang
- Zulässigkeit des unmittelbaren Zwanges – § 66 VwVG NRW
- Androhung unmittelbaren Zwanges – § 69 VwVG NRW
- Handeln auf Anordnung – § 71 VwVG NRW
Zugriffs- und Festnahmetechniken
-
- Zugriff , der sich aus einer nicht vorhersehbaren Situation ergibt
- Festnahmetechniken
- Festnahme von Vorne, Seite und Hinten inklusive Verbringen in Bodenlage
- Durchsuchung von Personen und Sachen
- Anwendung der erlernten Rechtsnormen
- Unterweisung des fachgerechten Ablaufs zur Durchführung einer Durchsuchung
- Fixierung von Personen mittels dienstlich gelieferten Handfesseln
- Sicherungs- Aufhebe- und Transporttechniken
- Sicherungstechniken/ Fesselung
- Stehend
- In Bauchlage
- Drehen einer auf dem Rücken liegenden Person in Bauchlage
- Verbringen in die stabile Sitzposition
- Aufhebetechniken
- Abführ- und Transporttechniken inklusive Transport im Dienst-KFZ
- Verbringen und Herausholen einer gefesselten Person in das/ aus dem Dienst-KFZ
Modul 3: Praktische Anwendung/Szenario-Training
Anwendung erlernter Rechtsnormen in ordnungsbehördlichen praxisorientierten Lagen mit den Schwerpunkten aus allen Modulen mit Widerständen und mehreren Beteiligten
Modul 4: Reizstoffsprühgeräte (RSG)
Theorie:
- Einsatz des RSG
- Handhabung/ Verwendung des RSG
- Sicherheitsabstand
- Einsatzlage – Rechtsgrundlagen Notwehr/Nothilfe/Notstand
- Wirkstoff/ Technische Daten
- Wirkungsweise
- Reaktion des Besprühten
- Nachversorgung
Praxisübungen RSG:
- Einsatzverwendung RSG
- Einsatztechniken / Taktiken
- Abwehr von Zugriffen auf das RSG
- Szenario Training
Modul 5: Einsatzstock Kurz Ausziehbar (EKA)
Theorie Teil 1
- Anwendung/ Einsatz EKA
- Juristische Grundlagen
- Unmittelbarer Zwang
- Notwehr/ Nothilfe/ Notstand
- Waffenkunde (WaffG)
- Nachversorgung (u.a. lagebedingter Erstickungstod)
Praxis Teil 1
- Handhabung/ Einweisung EKA
- Einsatzverwendung EKA
- Trainingssicherheit/ Unfallverhütung
- Gewöhnung – Geschicklichkeit – Handling
- Übung -Einsatzmittelwechsel-
Praxis Teil 2
- Technikschulung
- Abwehr von Angriffen und Übungsformen
- Block- und Schlagübungen/ -techniken
- Transport- und Sicherungstechniken
- Fixierung am Boden
- Verbringung vom Boden in eine stabile Sitzposition
- Aufhebe- und Transporttechnik (fixierter und nicht fixierter Personen)
Praxis Teil 3
- Stresstest und Abschlussprüfung
Modul 6: Deeskalations- und Gewaltpräventionstraining
Ziele des Seminars
- Dieses Seminar vermittelt Grundlagen der Deeskalation im Rahmen des Berufsalltags sowie einsatzbezogener Tätigkeiten eines „Worst-Case-Szenarios“.
- Durch die Inhalte des Seminars erlernen die Mitarbeiter*innen sowohl grundlegende, als auch speziell für typische Berufssituationen zugeschnittene Handlungsmöglichkeiten bei Übergriffen(Verbal/Non-Verbal).
Inhalte
- Selbsterfahrung
- Definition von Gewalt
- Deeskalierende Gesprächsführung
- Grundlagen zur Wirkung von Kleidung, Sprache und Körpersprache
- Ampelsystem
- Notwehr und Nothilfe
- Aggressionsverhalten
- Täter-/ Gegner-/ Opferprinzip
- Wahrnehmung
- Nicht vorhersehbarer, überraschender Übergriff gegen Mitarbeitende „Worst Case Szenario“ – Chaos Phase/Reaktionsphase
- Kommunikation/ Deeskalation
- Eigensicherung/Selbstverteidigung
- Abwehr und Fluchttechniken
Sie haben INteresse?
Die Inhalte der Module sind Auszüge der Ausbildung und nicht abschließend. Selbstverständlich kann auf Wünsche oder Lagen der Bedürfnisse individuell eingegangen werden.